Rückblick 4. Miriquidi 22.-23. Januar 2011 Extremskilanglauf erfolgreich beendet, 164 der 166 gestarteten Skilangläufer erreichten das Ziel

Sonntag, 23. Januar 10:00 Uhr – Bei Wind, Nebel und leichtem Schneefall beendet Dietmar Lange, Geschäftsführer des Hauptsponsors, Rohrleitungsbau Lange aus Dresden, mit einem Schuss aus der Startpistole den 4.Miriquidi. Die „Quälerei“ der Skilangläufer hatte ein Ende.

Genau 24 Stunden vorher gab Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten bei schönstem Winterwetter den Startschuss zu Deutschlands ersten und bislang einzigen 24 Stunden Skilanglauf im osterzgebirgischen Zinnwald, ca. 50km von Dresden entfernt an der Grenze zu Tschechien.


Start 4. Miriquidi

„Miriquidi“ – der Begriff stammt aus dem 12.Jahrhundert und heißt übersetzt Dunkelwald. So wurde vor der Besiedlung der riesige, undurchdringliche Wald in der Kammlage des Erzgebirges bezeichnet. Die Benennung des 24 Stunden Laufes hat somit einen historischen Bezug zum Veranstaltungsort.

Anmelden konnte sich für den Lauf Jedermann. Der Andrang auf die begehrten Startplätze war gewaltig. Bereits Mitte November waren alle Startplätze vergeben. Gut doppelt soviel Anfragen gab es.

Das limitierte Starterfeld bestand aus 29 Viererteams, davon vier reine Frauenteams, 19 Zweierteams, davon 3 Frauenteams und 10 Einzelstartern, davon zwei Einzelstarterinnen. Bis auf zwei Abbrüche bei den Einzelstartern beendeten alle gestarteten Teilnehmer dieses außergewöhnliche Sportevent, das 2007 vom Dresdner Alpinisten Frank Meutzner ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam mit dem KV Rohnspitzler und dem SV Zinnwald wurde die Veranstaltung ein Jahr lang vorbereitet.

Eine Woche vor dem geplanten Start gab es noch mal ein Bangen – tagelanges Tauwetter und Regen zeichnete Sorgenfalten in die Gesichter der Organisatoren. Sollte alle Arbeit umsonst gewesen sein? Bei den ersten beiden Veranstaltungen gab es ähnliche Probleme. 2007 wurde der 1.Miriquidi als 8 Stunden Crosslauf auf grüner Wiese durchgeführt und 2008 musste der Lauf wegen mangelndem Schnee und extremer Eisglätte ganz abgesagt werden. Aber letztendlich hatte Petrus ein Einsehen und ließ es 3 Tage vor dem Start schneien und frieren. Ab Donnerstag Mittag dann Dauerpower beim Organisationsteam, was beim eigentlich Lauf von rund 30 Helfern unterstützt wurde. Die Mühen haben sich gelohnt. Begeisterte Starter und viele Dankeschöns.


Ambitionierte Läufer

24 Stunden lang eiferten die Wettkämpfer im klassischen Stil als Einzelstarter, Zweier- oder Viererteams um die meisten gelaufenen Kilometer auf einer vorgegebenen 5,8 km langen Runde. Vom Hobbyläufer bis zum ehemaligen Leistungssportler waren alle Fraktionen vertreten. Die Herausforderungen waren dabei für jeden unterschiedlich. Ging es bei den Einen um die schnellsten Zeiten und meisten Kilometer, so ging bei Anderen um das Durchhalten überhaupt.

Die Siegerleistungen von 2011 klingen unglaublich. Der erfolgreichste Einzelstarter Carsten Vater / Team „Durchläufer“ aus Dresden lief 232 km, gefolgt vom Dresdner Mathis Szymcak / Team „langsam aber sicher“ mit 214,6 km und Sebastian Tzschach / Team „Tanzlukle“ aus Kurort Johnsdorf mit 208,8km. Den Rekord von 2009 mit 264,6 Kilometern, hält weiterhin Robert Götz. Die erfolgreichste Einzelstarterin Meike Thiele belegte mit 145 km Platz 6.

Das beste Zweierteam „Weinstern“ mit dem ehemaligen Biathloneuropameister Marco Morgenstern aus Dresden und Tino Weinberg aus Altenberg absolvierte 59 mal die 5,8 km lange Runde. Das sind 342,2 km. Genau 14,6 km mehr als der bestehende Streckenrekord. Platz zwei belegte das Team „Da geht die Post ab“ mit 336,4 km gefolgt von „Die Trainingsschlawiner“ mit 330,6 km.
Das beste Frauenzweierteam „Grenzgänger“ belegte Platz 8 mit 278,4 km.

Um gerade Mal einen Kilometer wurde der Streckenrekord von 2009 bei den Viererteams verfehlt. Das Siegerteam „Gesucht und gefunden“ mit Markus Schlenkrich, Jens Richter, Ralf Sander und Steven Liebscher, alle aus Dresden, lief 377 km. Platz 2 belegte das Team „KV Rohnspitzler I“ mit 365,4 km vor dem „Sebnitzer Radfahrerverein 1897“ mit 359,6 km. Das beste Frauenviererteam „Skiklubmuttis“ erreichte mit 272,6 km Platz 19.

Die schnellste Runde lief Robert Götz in 18,47 min. Das entspricht einer Durchschnitts-geschwindigkeit von 18,53 km/h.

MDR 1 Radio Sachsen und der MDR Sachsenspiegel berichteten über das Event. Einen Ein ausführlicher Beitrag zum 24 Stunden Skilanglauf zeigt MDR BIWAK am 2.Februar in seiner Sendung 15:30 Uhr (Wiederholung Freitag, 4. Februar, 10:15 Uhr).

Die Veranstaltung wurde von der „Stadt Altenberg“ und dem „DRK Landesverband Sachsen e.V., Abteilung Bergwacht Sachsen“ unterstützt. Ihnen sowie den Partnern „Rohrbau Lange“, „Autohaus Pirna“ „schulz aktiv reisen“, „Bergsichten-Festival“, „Globetrotter Ausrüstung“, „Sportscheck“ und den vielen Helfern möchten die Organisatoren herzlich danken. Ohne deren Engagement wäre die Durchführung dieses Laufereignisses nicht möglich.

Auf Grund des großen Organisationsaufwandes haben sich die Organisatoren bereits 2009 entschieden, den Lauf aller zwei Jahre durchzuführen. Der 5. Miriquidi ist somit für den Januar 2013 geplant.


Mit freundlicher Unterstützung durch




Sponsoren / Partner






Globetrotter



GICON


screen & function